Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Berlin e.V.
 

BuntstiftePressemitteilungen    

 

Presse- oder Interviewanfragen bitte an:

Stephan Knorre, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 – 437 228 07

 

Pressemitteilungen aus den vergangenen Jahren:
2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013   2014   


Pressemitteilung vom 09. November 2015

Jugendamt Mitte kurz vor der Schließung

Zum dritten Mal in diesem Jahr muss das Jugendamt Mitte Ende November für eine Woche schließen. Der Grund: "Die Regionalen Dienste sind nicht mehr in der Lage, ihre Aufgaben qualitativ und quantitativ zu erfüllen", heißt es in einer Mitteilung der zuständigen Bezirksstadträtin, Sabine Smentek.

"Das ist ein Offenbarungseid und nicht länger hinnehmbar", kommentierte die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes, Sabine Walther, die Ankündigung. "Seit Anfang des Jahres gibt es einen Maßnahmenkatalog zur Aufgabensicherung der Berliner Jugendämter. Aus unserer Sicht ist es unverantwortlich, dass dieser noch nicht einmal ansatzweise umgesetzt wurde", so Sabine Walther.

Um den Kinderschutz in Berlin-Mitte weiterhin gewährleisten zu können, fordert der Berliner Kinderschutzbund:

  • Einrichtung eines zentralen Krisendienstes für akute Kinderschutzfälle, ähnlich wie er bereits in Neukölln und Reinickendorf erfolgreich praktiziert wird
  • verlässliche/zumutbare Fall-Obergrenzen pro Sozialarbeiter_in
  • bessere personelle Ausstattung der Jugendämter
  • angemessene Bezahlung der Fachkräfte

"Das Team vom Jugendamt Mitte arbeitet seit langem an der Belastungsgrenze. Das können und wollen wir im Sinne der Kinder und Jugendlichen sowie des Kinderschutzes nicht länger hinnehmen. Wenn dann ein Kind zu Schaden kommt, fragen sich wieder alle, wie das passieren konnte. Das ist mehr als verantwortungslos!", sagte die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes abschließend.


Pressemitteilung vom 05. Oktober 2015

"Es geht um mehr, als ein Dach über dem Kopf!"
Berliner Kinderschutzbund fordert mehr Schutz für geflüchtete Kinder

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen warnt der Berliner Kinderschutzbund davor, den Schutz der einzelnen Kinder aus den Augen zu verlieren. "Wir wissen, dass gerade der absolute Ausnahmezustand herrscht. Aber trotzdem kann es nicht nur darum gehen, den geflüchteten Kindern und Familien ein Dach über dem Kopf zu geben", sagte Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes.

Trotz der Notsituation von vielen, sei es wichtig im Blick zu behalten, dass Gewalt gegen Kinder und allein reisende Frauen durch fehlende Strukturen begünstigt werde. Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund unter anderem:

  • separate Unterbringung von Familien, alleinstehenden Müttern und Kindern
  • nach Geschlechtern getrennte Duschmöglichkeiten
  • ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis aller Helfer_innen
  • geschulte Ansprechpartner_innen vor Ort
  • gesetzlich vorgesehene Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gewährleisten.

"Wir machen uns große Sorgen, dass es zu Gewalt, insbesondere zu sexuellen Übergriffen gegenüber Kindern und Frauen kommt, von denen niemand etwas erfährt. Diese Menschen wähnen sich bei uns in Sicherheit und erfahren hier möglicherweise erneut Gewalt. Das müssen wir unbedingt verhindern", betonte die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes.

Abschließend kritisierte Sabine Walther, dass unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge während der Klärung des Aufenthaltsstatus lediglich notversorgt werden, aktuell bedeutet das: Bis zu neun Monaten in Sammelunterkünften und ohne Schule. "Das widerspricht allem, worauf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ein Anrecht haben und muss dringend geändert werden", so Sabine Walther.

nach obenAnsprechpartnerin: Alex Jakob, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030- 437 228 07 oder mobil 0179 – 509 66 53


Pressemitteilung vom 18. September 2014

60 Jahre Weltkindertag – 25 Jahre Kinderrechtskonvention
Berliner Kinderschutzbund sieht keinen Grund zum Feiern

Am 20. September 2014 wird wieder bundesweit der „Weltkindertag“ begangen. „Für uns ist das leider kein Tag zum Feiern“, sagte Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes. „Nach wie vor wächst in unserer Stadt jedes dritte Kind in Armut auf. Die Kinderrechte stehen noch immer nicht in der bundesweiten Verfassung und mehr als fünftausend Fälle von Kindeswohlgefährdung allein in Berlin im vergangenen Jahr sind fünftausend zu viel.“

Der Berliner Kinderschutzbund fordert schon seit Jahren ein Umdenken. „Eine Kindergrundsicherung wäre aus unserer Sicht ein wirksames Mittel gegen Kinderarmut. Die Kinderrechte gehören in die Verfassung, denn die Belange von Kindern gehen uns alle an und sollten endlich zur politischen und gesellschaftlichen Querschnittsaufgabe werden“, so die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes weiter. Um Vernachlässigung und Misshandlung wirksam etwas entgegenzusetzen, müsse die Politik endlich weg vom reaktiven Kinderschutz hin zu mehr Prävention – und das so schnell wie möglich. „Denn nur, wenn wir jetzt anfangen umzudenken, haben die Kinder von heute noch eine Chance auf eine halbwegs gute Zukunft“, lautet das Fazit von Sabine Walther.

Im Jahr 1954 forderte die Generalversammlung der Vereinten Nationen ihre Mitgliedstaaten auf, einen „Kindertag“ einzuführen. Seitdem nutzen viele Länder den Weltkindertag, um auf Missstände aufmerksam zu machen und für die Rechte von Kindern einzutreten.


 

Pressemitteilung vom 19. März 2014

Gutschein statt Zahlschein:
Berliner Kinderschutzbund ist gegen Bußgeld im neuen Schulgesetz

Der Berliner Kinderschutzbund lehnt Teile des geplanten neuen Berliner Schulgesetzes ab. Darin vorgesehen ist ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro für Eltern, deren Kinder weder in eine Kita gehen noch zu einem Sprachtest. „Statt Eltern zu bestrafen, sollte die Senatsverwaltung lieber allen Familien kurz vor dem dritten Geburtstag ihrer Kinder einen Kita-Gutschein zuschicken. Möglichst noch mit der Info, in welcher Kita sie ihr Kind ohne bürokratischen Aufwand anmelden können“, sagte Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes.

Dieses Gesetz treffe mal wieder Familien, die es ohnehin nicht einfach haben, kritisierte sie das geplante Gesetz. Der Kinderschutzbund unterstützt den Besuch einer Kita und auch eine frühe Sprachförderung. Aber dazu brauche es kein Bußgeld. „Und wer will das Bußgeld denn wie eintreiben? Das Geld für diesen Verwaltungsakt, ließe sich im Sinne der Kinder wesentlich sinnvoller einsetzen“, sagte sie weiter.

„Darüber hinaus ist so ein Bußgeld wie ein zahnloser Papiertiger. Denn wovon soll beispielsweise eine Familie, die von Hartz IV lebt, die 2.500 Euro bezahlen? Letztlich leiden wieder die Kinder darunter. Das finden wir nicht hinnehmbar“, so Sabine Walther abschließend.

nach obenDas neue Berliner Schulgesetz soll am Donnerstag, den 20. März 2014 beschlossen werden.


 

Pressemitteilung vom 15. Mai 2013

Berliner Kinderschutzbund warnt: Kinder bei geöffneten Fenstern immer im Blick haben!

Ab heute soll es in Berlin sommerlich warm werden. Daher warnt der Berliner Kinderschutzbund davor, Kinder unbeaufsichtigt in Räumen mit geöffneten Fenstern spielen zu lassen.

„Behalten Sie ihre Kinder immer im Blick, wenn irgendwo in der Wohnung ein Fenster oder eine Balkontür geöffnet ist“, rät Alex Jakob, Pressesprecherin des Berliner Kinderschutzbundes. „Kinder sind von Natur aus neugierig. Manchmal reicht ein Hundebellen und schon ist der Stuhl unter das Fenster geschoben. Selbst die Kleinsten klettern ganz fix auf Fensterbretter oder lehnen über der Balkonbrüstung.“

Deswegen empfiehlt der Berliner Kinderschutzbund, Fenster und Türen zusätzlich mit abschließbaren Griffen zu versehen. „Noch können Kinder die Gefahren nicht abschätzen und sind schneller und erfinderischer, als wir Erwachsenen denken“, so Alex Jakob.

Ansprechpartnerin: Alex Jakob, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 030- 437 228 07 oder mobil 0179 – 509 66 53


 

Pressemitteilung vom 28. September 2012

Sandra Scheeres weiht neue Räume des Berliner Kinderschutzbundes ein

Am 28. September 2012 eröffnete die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, feierlich die neuen Räume der Beratungsstelle des Berliner Kinderschutzbundes. Aus diesem Anlass dankte sie dem Kinderschutzbund für seine engagierte Beratungsarbeit. „Ziel des Beratungsangebotes des Kinderschutzbundes ist es, Familien möglichst frühzeitig in Krisen Unterstützung anzubieten. Dabei geht es vor allem darum, Kinder vor Gewalt, Vernachlässigung, sexuellem Missbrauch oder seelischer und körperlicher Misshandlung zu schützen. Um dieses Ziel zu erreichen, helfen Sie Eltern, im Umgang mit ihren Kindern gewalttätiges Handeln zu erkennen und abzubauen. Sie tragen durch Ihre Arbeit zu dem Schutz von betroffenen Kindern und Jugendlichen bei. Hierfür möchte ich Ihnen ausdrücklich danken!", so Sandra Scheeres bei der Eröffnungsfeier. Die Beratungsstelle des Berliner Kinderschutzbundes existiert seit 24 Jahren. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit sind Prävention von Gewalt gegen Kinder, Krisenintervention, Familienkonflikte und Kinderarmut.

Das Team der Beratungsstelle ist für Eltern, Kinder, Angehörige und Fachkräfte da, die sich um das Wohlergehen von Kindern sorgen.

Berlinweit hilft der Kinderschutzbund telefonisch oder in persönlichen Gesprächen, begleitet Familien in Konflikt- oder Krisensituationen und berät bei Verdacht auf Misshandlung oder Gewalt in der Familie. Die Beratungen sind kostenlos und auf Wunsch anonym. Für Fachkräfte bietet der Berliner Kinderschutzbund Schulungen zum Umgang beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, Recht auf gewaltfreie Erziehung und Prävention von Gewalt gegen Kinder in Institutionen an.

nach obenAnsprechpartnerin: Alex Jakob, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030- 437 228 07 oder mobil0179 – 509 66 53


 

4. Juni 2012 - Deutscher Aktionstag für Nachhaltigkeit

Berliner und Brandenburger Unternehmen engagieren sich gemeinsam mit Weddinger Kindern und dem Berliner Kinderschutzbund

Anlässlich des deutschen Aktionstages für Nachhaltigkeit haben mehrere Berliner und Brandenburger Unternehmen beschlossen, sich für Kinder zu engagieren. Gemeinsam mit Viertklässlern werden sie an diesem Tag an einer Weddinger Grundschule einen Sanitärbereich neu gestalten.

„Doch mit der Neugestaltung ist es natürlich nicht getan. Im Sinne der Nachhaltigkeit haben wir pädagogisches Material rund um das Thema ‚Hygiene‘ entwickelt und werden mit den Kindern kleine Workshops veranstalten. Damit wollen wir die Kompetenz und die Eigenverantwortlichkeit der Kinder stärken“, so Julia Del Pino, Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates der igefa. Der Berliner Kinderschutzbund freut sich sehr über das Engagement. „Unser Motto ist‚ Hilfe zur Selbsthilfe‘. Also auch, dass die Kinder lernen, was man mit Engagement und Ideen so alles auf die Beine stellen kann. Und da ist es natürlich toll, wenn Erwachsene mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes.

Geplant ist, den Sanitärbereich vorab einer Grundreinigung zu unterziehen. Darüber hinaus werden sowohl die Toilettenkabinen abgeschliffen und neu lackiert sowie die Wände abgewaschen und neu gestrichen. Im Rahmen eines Schulprojektes gestalten Schülerinnen und Schüler im Vorfeld die Türen neu und nach ihren Vorstellungen.

Am 4. Juni 2012, dem bundesweiten Aktionstag, wird der Sanitärbereich dann komplett renoviert. Währenddessen nähern sich die Grundschüler bei einem Workshop dem Thema „Hygiene“ spielerisch. Sie können beispielsweise ihre Hände vor und nach dem Waschen unter UV-Licht anschauen und sehen, welche Wirkung richtiges Händewaschen hat. Abschließend werden die Räume an die Kinder übergeben, die sich hier ab sofort hoffentlich gerne aufhalten werden. Und damit auch alles so schön bleibt, begleitet zukünftig Berti Bürste, das igefa-eigene Hygiene-Maskottchen, die Kinder auf extra entwickeltem Informationsmaterial. Er zeigt den Kindern, worauf sie besonders achten müssen: vom richtigen Umgang mit der Toilettenbürste bis zur Bedeutung des Händewaschens.

„Das ist wirklich ein tolles Projekt. Hier geht es nicht nur darum, etwas kurzfristig ‚schön zu machen‘, sondern wirklich nachhaltig etwas zu verändern“, fasst Sabine Walther die Idee zusammen. Entwickelt wurde das Projekt maßgeblich von der igefa Handelsgesellschaft. Die igefa ist ein Verbund familiengeführter Unternehmen, die gemeinsam mit Partnern wie der TUP Tor- und Projektservice GmbH, dem Waschraumspezialisten SCA Hygiene Products, der Gebäudereinigung Niederberger sowie dem Architekturbüro Tröber-Boblan soziale Projekte wie dieses ins Leben rufen.

Presse- oder Interviewanfragen bitte an: Alex Jakob, Tel.: 030 – 437 228 07 oder 0179 – 509 66 53


 

Pressemitteilung vom 25. April 2012

Berliner Kinderschutzbund warnt:
Kinder bei geöffneten Fenstern NICHT allein im Zimmer lassen

Am kommenden Wochenende soll es in Berlin richtig warm werden. Daher warnt der Berliner Kinderschutzbund erneut davor, Kinder unbeaufsichtigt in Räumen mit geöffneten Fenstern spielen zu lassen. „Schon die Kleinsten sind sehr erfinderisch, wenn es darum geht, mal eben das Fenster oder die Balkontür zu öffnen. Und leider geht es schneller als man denkt, dass die Kinder auf ein Fensterbrett klettern oder sich über die Balkonbrüstung lehnen“, sagte Alex Jakob, Pressesprecherin des Berliner Kinderschutzbundes.

„Kinder können die Gefahr noch nicht einschätzen. Daher raten wir, Kinder niemals alleine in einem Zimmer zu lassen, wenn dort die Fenster oder die Balkontür offen sind. Auch dann nicht, wenn man nur kurz den Raum verlässt.“ Der Berliner Kinderschutzbund empfiehlt außerdem, Fenster und Türen mit abschließbaren Griffen zu versehen.

Erst gestern war ein Zweijähriger aus dem Fenster einer Weddinger Wohnung gefallen. Glücklicherweise verletzte er sich nur leicht, weil die Wohnung im Hochparterre lag. Vor zwei Wochen stürzte ein siebenjähriger Junge aus einem geöffneten Fenster im 6. Stock. Der Junge kam mit mehreren Brüchen und inneren Verletzungen in ein Krankenhaus, wo er notoperiert wurde.

nach obenIm Märzwar ein 15 Monate altes Kleinkind auf das Dach eines Anbaus geklettert und drei Meter tiefgestürzt.


 

Pressemitteilung vom 14. März 2012

Wir müssen leider draußen bleiben - keine Ferienbetreuung für 9- 13Jährige Kinderschutzbund kritisiert Pläne des neuen Senats

Der Berliner Kinderschutzbund übt massive Kritik an der geplanten Ferienregelung des neuen Senats für Fünft- und Sechstklässler. „Kein normaler Arbeitnehmer hat ausreichend Urlaubstage, um seine Kinder in den Ferien zu betreuen“, sagte Alex Jakob, Sprecherin des Berliner Kinderschutzbundes. „Und wer möchte verantworten, seine Kinder sechs bis acht Stunden oder sogar noch länger allein zu lassen? Und das über mehrere Tage. So ein Beschluss widerspricht völlig der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ist schon gar nicht im Sinne der Kinder.“

Darüber hinaus sollten Eltern selbst entscheiden können, ob ihre Kinder in den Ferien Angebote der freien Jugendhilfe, von Sportvereinen oder anderen Institutionen wahrnehmen. „Die Eltern wissen, dass ihre Kinder im Hort bei den entsprechenden Erzieher/innen gut aufgehoben sind. Das weiß man bei anderen Einrichtungen manchmal nicht“, so Alex Jakob weiter. Auch sei es nicht immer gegeben, dass die Großeltern in der Nähe wohnen und „fit“ genug seien, um die 9 bis 13-Jährigen entsprechend zu betreuen.

Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund eine verlässliche Ferienbetreuung der Fünft- und Sechstklässler. „Hierfür ist sicherlich ein Umdenken in der ergänzenden Förderung und Betreuung nötig. Denn 9- 13Jährige brauchen sicherlich mehr Freiräume und andere Angebote als 5-7jährige. Da sind die jeweiligen Einrichtungen gefragt, entsprechende Konzepte zu entwickeln “, sagte die Sprecherin des Berliner Kinderschutzbundes abschließend.


 

Pressemitteilung vom 06. Februar 2012

Safer Internet Day 2012 –
Berliner Kinderschutzbund fordert mehr Jugendschutz in sozialen Netzwerken

Anlässlich des „Safer Internet Days“ am 07. Februar 2012 fordert der Berliner Kinderschutzbund von den Betreibern sozialer Netzwerke endlich weitergehende Maßnahmen zum Schutz von minderjährigen Nutzern.

So sollte beispielsweise bei neu angelegten Profilen eine altersgerechte Aufklärung über Chancen und Risiken der Veröffentlichung privater Inhalte verpflichtend sein, fordert der Medienexperte des Berliner Kinderschutzbundes, Christoph Thiel. „Darüber hinaus wäre es sinnvoll, einmalig einen Warnhinweis beim Teilen von Inhalten mit einem größeren Benutzerkreis als dem der eigenen Freunde auszugegeben und Kinder und Jugendliche nicht mehr zur Herausgabe ihres Mail-Passwortes aufzufordern“, sagte Christoph Thiel weiter.

Der Kinderschutzbund befürchtet, dass Kinder und Jugendliche zunehmend in eine virtuelle Lebenswelt hineinwachsen, in der ihnen eine engmaschigere Vernetzung mit sogenannten „Freunden“ vorgegaukelt wird, als sie in der Realität tatsächlich stattfindet. „Außerdem sollen sie bei Facebook und Co. sukzessive an die Normalität gewöhnt werden, ständig und überall preiszugeben, wo sie gerade mit wem unterwegs sind und was sie denken oder tun. Das ist definitiv nicht im Sinne eines nachhaltigen und weitsichtigen Kinder- und Jugendmedienschutzes“, so Christoph Thiel.

Der Kinderschutzbund kritisiert, dass die meisten Betreiber sozialer Netzwerke bislang den Forderungen zur Nachbesserung nicht nachgekommen sind. „Umso wichtiger ist es, dass inzwischen die EU und der Bundesrat auf das Problem aufmerksam geworden sind. Denn in unseren Medienkursen erlebe ich es immer wieder, dass Kinder und Jugendliche Dinge von sich preisgeben, ohne sich über die möglichen Folgen im Klaren zu sein“, sagte Christoph Thiel abschließend. Mit seinen Kursen „Wege durch den Mediendschunge" hilft der Kinderschutzbund Kindern, Eltern und Erziehenden die Wahrnehmung für die Risiken bei der Benutzung sozialer Netzwerke zu schärfen und die Kompetenz im Umgang mit „social media“ zu erhöhen.

nach obenAnfang Februar macht der „Safer Internet Day“ in über 60 Ländern weltweit
auf das ThemaInternetsicherheit aufmerksam.


 

Pressemitteilung vom 09. November 2011

Schauspielerin Julia Althoff liest für Kinder beim Berliner Kinderschutzbund

Anlässlich des 8. bundesweiten Vorlesetages freut sich der Berliner Kinderschutzbund auf den Besuch der Schauspielerin Julia Althoff. Am 18. November 2011 möchte die engagierte Schauspielerin und Moderatorin eine Gruppe von 6-9jährigen Mädchen und Jungen für die bunte Bücherwelt begeistern. Ob Sie einen Kinderbuch- Klassiker mitbringt oder doch lieber etwas ganz Aktuelles hat sie im Vorfeld nicht verraten.

„Leider erleben Kinder es immer seltener, wie wunderbar es ist, eingekuschelt auf dem Sofa oder abends vor dem Einschlafen einer schönen Geschichte zu lauschen. Daher freuen sich ‚unsere‘ Kinder schon riesig und sind sehr gespannt. Denn der Besuch einer echten Schauspielerin, die ihnen dann auch noch etwas Tolles vorliest, ist schon etwas ganz Besonderes", sagte Alex Jakob, Sprecherin des Berliner Kinderschutzbundes.

Die Lesung findet statt am 18. November 2011 um 14 Uhr.

Deutscher Kinderschutzbund LV Berlin e.V. am Schulstandort Müllerstraße (Infos vor Ort im Büro des Dt. Kinderschutzbundes, 1. OG) Müllerstraße 158 13153 Berlin

Presse- oder Interviewanfragen bitte an: Alex Jakob, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 030 – 437 228 07 oder 0179- 509 66 53


 

Pressemitteilung vom 17. Oktober 2011

„Wege durch den Mediendschungel“ – Kinderschutzbund startet ersten Elternkurs in Berlin

Ab dem 26. Oktober 2011 bietet der Berliner Kinderschutzbund erstmals einen Elternkurs rund um das Thema „Internet, Computerspiele und Handys“ an. Der Kurs ist angelehnt an die erfolgreichen Kurse "Starke Eltern - Starke Kinder®" des Kinderschutzbundes und heißt „Wege durch den Mediendschungel“.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Elternkurs nun auch in Berlin anbieten können. Denn erfahrungsgemäß sind viele Kinder und Jugendliche allein im Netz unterwegs‘. Inzwischen können die wenigsten Eltern noch nachvollziehen, was und mit wem ihre Kinder online kommunizieren. Aber genauso wenig, wie man seine Kinder zu einem Fremden ins Auto einsteigen lässt, sollte man sie alleine durch die virtuelle Welt spazieren lassen“, sagte Alex Jakob, Pressesprecherin des Berliner Kinderschutzbundes. Der Kurs vermittelt leicht verständlich Wissen rund um das Thema ‚neue‘ und ‚alte‘ Medien sowie den verantwortungsbewussten Umgang mit ihnen.

„Wege durch den Mediendschungel“ am 26.10. , 02.11., 16.11. und 23.11.2012 jeweils von 19 – 21 Uhr im Paul-Gerhard-Saal Goßlerstraße 30 12161 Berlin-Schöneberg Kosten für alle 4 Termine 40,- Euro

Anmeldungen unter 030 - 538 10 443

Presse- oder Interviewanfragen bitte an:
nach obenAlex Jakob, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 – 437228 07 oder 0179- 509 66 53


 

Pressemitteilung vom 13. September 2011

Kinderschutzbund warnt: Kinderschutz in Berlin stößt an seine Grenzen

Anlässlich der steigenden Zahl von Inobhutnahmen warnt der Berliner Kinderschutzbund davor, den Kinderschutz in der Hauptstadt weiter so zu „betreiben“ wie in den vergangenen Jahren. „Der Kinderschutz stößt bereits jetzt an seine Grenzen. Die Jugendämter kommen bei der Betreuung von Familien in Krisen kaum noch hinterher“, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Berlin e.V., Sabine Walther.

Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund dringend ein Umsteuern. Wichtig sei, endlich in einen vernünftigen präventiven Kinderschutz zu investieren. Das heißt z.B.

  • Wertschätzender Besuch aller Familien von Neugeborenen. Hier ist Zeit für einen ersten Austausch und die Eltern bekommen ein Willkommenspaket mit wichtigen Informationen zu Kindergesundheit und Erziehung, aber auch zu Spiel- und Freizeitangeboten in der näheren Umgebung.
  • Einrichtung von Kinder- und Familienbüros (in Anlehnung an die Bürgerämter). In jedem Bezirk erhalten Eltern alles, was sie rund ums Kind wissen müssen aus einer Hand - vom Kindergeldantrag über den Kitaplatz bis zu Adressen von Familienhebammen oder Erziehungsberatungsstellen.
  • Eltern so fordern und fördern, dass Hilfe angenommen werden kann. Hilfe für Familien muss schnell, unkompliziert und wertschätzend angeboten werden.
  • Flächendeckend in jedem Bezirk Familienzentren. Eltern brauchen Anlaufstellen, wo sie sich austauschen, beraten oder einfach treffen können.

Abschließend sagte Sabine Walther: „Die einzige Chance den Teufelskreis aus Armut, Verzweiflung, Vernachlässigung und Misshandlung zu durchbrechen, ist eine gute Prävention. Und als Berliner Kinderschutzbund werden wir nach dem 18. September sehr genau darauf schauen, welche Wahlversprechen in Sachen Kinderschutz eingehalten werden.“ Die Zahl der Inobhutnahmen war im ersten Halbjahr 2011 um 17 Prozent gegenüber 2010 angestiegen.


 

Pressemitteilung vom 29. Juni 2011

Bildung statt Bürokratie: Der Berliner Kinderschutzbund fordert sofortiges Umsteuern
beim Bildungspaket

Der Berliner Kinderschutzbund gibt dem bürokratischen Antragsverfahren die Schuld am Scheitern des so genannten Bildungspaketes. „Das Bildungspaket ist ein riesiger Flop. Aus unserer Sicht liegt der Fehler aber im System. Jetzt den Eltern dafür die Schuld zu geben, finden wir ehrlich gesagt eine Frechheit. Die meisten Eltern sind schlicht verzweifelt angesichts des bürokratischen Irrsinns“, so die Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Berlin e.V., Sabine Walther.

In Berlin müssen die Eltern beispielsweise erst einmal einen „Berlin Pass“ beantragen. Erst dann können sie Anträge auf Erstattung von z.B. Ausflugskosten, Mittagessen oder Lernförderung bei Schulen, Kitas und freien Trägern der Jugendhilfe stellen. Darin muss dann beispielsweise jeder Ausflug belegt und abgerechnet werden. „An diesem bürokratischen Monster verzweifeln sowohl die Eltern, aber auch Schulen, Kitas und freie Träger.“

Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund, ein sofortiges Umsteuern. Die Hilfe für benachteiligte Kinder müsse endlich unbürokratisch und direkt organisiert werden. „Es kann doch nicht sein, dass jetzt auch noch für viel Geld Sozialarbeiter/innen in die Familien geschickt werden sollen, damit Frau von der Leyen Werbung für ihr Bildungspaket machen kann. Auch das Geld für die wissenschaftliche Auswertung, warum das Bildungspaket Familien nicht erreicht, ließe sich wesentlich sinnvoller nach obenausgeben“, sagte Sabine Walther abschließend.


 

Pressemitteilung vom 28. April 2011

Berliner Kinderschutzbund: Alarmierende Umfrage-Ergebnisse
Immer noch glauben viele Kinder, dass ihre Eltern sie schlagen dürfen

Anlässlich des „Tages der gewaltfreien Erziehung“ am 30. April 2011 hat der Berliner Kinderschutzbund eine Umfrage unter Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Teilgenommen haben 348 Kinder im Alter von fünf bis vierzehn Jahren. „Die Ergebnisse sind alarmierend“, sagte die Geschäftsführerin Sabine Walther. Denn auch 11 Jahre nach Einführung des Rechtes der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung glauben noch viele von ihnen, dass ihre Eltern sie schlagen dürfen.

  • 29,4 Prozent der Mädchen und 26,3 Prozent der Jungen sind überzeugt, dass Eltern ihre Kinder schlagen dürfen.
  • 24,5 Prozent der Mädchen und 22,75 Prozent der Jungen glauben, dass sie ihre Meinung gegenüber Erwachsenen nicht sagen dürfen.

„Leider ist die Auffassung, dass ein Klaps noch keinem geschadet hat, bei Erwachsenen nach wie vor weit verbreitet. Doch Gewalt gegen Kinder hat viele Gesichter – auch beschimpfen und ignorieren gehören dazu“, so Sabine Walther weiter. Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund ein Umdenken in der Gesellschaft. „Kinder müssen endlich ernst genommen und mit Respekt behandelt werden. Eltern in schwierigen Situationen raten wir dringend, sich Hilfe zu holen, damit aus alltäglichen Problemen keine ernsthaften Konflikte werden“.

Hintergundinfo: Seit 11 Jahren ist im § 1631 BGB das Recht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung verankert. Der Berliner Kinderschutzbund setzt sich seit vielen Jahren für eine gewaltfreie Erziehung ein. In seinen Einrichtungen betreut er bis zu 1.000 Kinder, in der Beratungsstelle bietet er Eltern, Kindern, Angehörigen und Fachkräften Hilfe bei Gewalt gegen Kinder, in Krisensituationen, bei Umgangsrecht-/ Sorgerechtsstreitigkeiten und Familienkonflikten. Die vom Kinderschutzbund entwickelten „Starke Eltern - Starke Kinder®“- Kurse helfen Eltern, den Alltag mit Kindern familienfreundlicher zu gestalten. Darüber hinaus bildet der Berliner Kinderschutzbund Fachkräfte zu den Themen Kinderschutz, Kinderarmut und Elternarbeit fort und informiert Kinder über ihre Rechte.


 

Pressemitteilung vom 15. September 2010

Weltkindertag 2010 - „KINDERARMUT. Gemeinsam Barrieren überwinden“

Kinderarmut: Berlin ist trauriger Spitzenreiter

Angesichts der hohen Kinderarmut in der Hauptstadt, fordert der Berliner Kinderschutzbund von den Verantwortlichen, endlich geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2008 stieg die Zahl der hilfebedürftigen Kinder unter 15 Jahren im Jahr 2009 wieder an.

„Damit ist Berlin seit Einführung der Hartz IV Gesetze das fünfte Jahr in Folge der traurige Spitzenreiter in Sachen Kinderarmut“, sagte Sabine Walther auf einer Pressekonferenz in Berlin anlässlich des Weltkindertages. „Wenn wir nicht umgehend gezielt etwas gegen Kinderarmut unternehmen, geben wir den Großteil einer ganzen Generation verloren“, so Sabine Walther weiter.

Um Kinderarmut erfolgreich zu bekämpfen, forderte der Berliner Kinderschutzbund:

  • Besondere Berücksichtigung der Erfordernisse für Migrantenkinder und von Risikogruppen wie Alleinerziehende oder kinderreiche Familien
  • Hilfe und Unterstützung der Eltern in Alltags- und Erziehungsfragen, schon während der Schwangerschaft („Hilfe von Anfang an“)
  • Kostenfreier Besuch von Krippe, Kita und Ganztagsschule für alle Kinder ohne Bedarfsprüfung der Eltern
  • Lehr- und Lernmittelfreiheit für alle Kinder
  • Kostenfreies, gesundes Essen in Krippe, Kita und Schule für alle Kinder
  • Schaffung von Eltern-Kind-Zentren in Brennpunktbezirken
  • Sensibilisierung und Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte (z.B. Fortbildung zum Thema „Armutskompetenz“)

Der Berliner Kinderschutzbund betreut in seinen Einrichtungen bis zu 1.000 Kinder. In der Berlin weit arbeitenden Beratungsstelle bietet er Eltern, Angehörigen und Fachkräften Hilfe bei Gewalt gegen Kinder, in Krisensituationen, bei Umgangsrecht-/ Sorgerechtsstreitigkeiten und Familienkonflikten. Die vom Kinderschutzbund entwickelten „Starke Eltern - Starke Kinder®“- Kurse helfen Eltern, den Alltag mit Kindern familienfreundlicher zu gestalten. Darüber hinaus bildet der Berliner Kinderschutzbund nach obenFachkräfte zu den Themen Kinderschutz, Kinderarmut und Elternarbeit fort.


 

Pressemitteilung vom 26. Mai 2010

Berliner Kinderschutzbund anlässlich des Weltspieltages:
Kinder haben „das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung

Am 28. Mai 2010 ist Weltspieltag. Aus diesem Anlass fordert der Berliner Kinderschutzbund, das Recht von Kindern auf ‚Spielen im öffentlichen Raum’ endlich ernst zu nehmen.

„Laut Artikel 31 der Kinderrechtskonvention haben Kinder das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung. Aber tagtäglich bekommen Kinder Ärger, wenn sie draußen spielen, weil sie angeblich zu laut sind. Nach wie vor fehlen in Berlin ausreichend Spielstraßen und Freiflächen zum Toben vor der Haustür. Autos rasen viel zu schnell durch eigentlich verkehrsberuhigte Straßen, so dass an sicheres Spielen auch hier nicht zu denken ist“, sagte Alex Jakob, Pressesprecherin des Berliner Kinderschutzbundes. Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund, endlich autofreie Straßen zu schaffen, in denen Kinder gefahrlos kicken, Roller fahren, Verstecken oder Fangen spielen können.

Wie lebendig und kinderfreundlich so eine autofreie Straße aussehen könnte, zeigt der Berliner Kinderschutzbund zum zweiten Mal mit seinem Weltspieltagsfest für Kinder im Weddinger Kiez. Das Fest findet am 28. Mai 2010 in der Amsterdamer Straße statt. An diesem Tag ist die Amsterdamer Straße (zwischen Turiner Straße und Malplaquetstraße) von 14 bis 18 Uhr komplett für den Autoverkehr gesperrt. Dann darf dort nach Herzenslust getobt und gefeiert werden.

„Wir würden uns wünschen, dass diese Straße dauerhaft zur autofreien Zone wird und dass in dieser Stadt endlich gilt: Vorfahrt für die Kinder!“, betonte die Sprecherin des Kinderschutzbundes abschließend.


 

Pressemitteilung vom 28. April 2010

Kinderschutzbund zum „Tag der gewaltfreien Erziehung“:
Eine Ohrfeige hat noch jedem geschadet

Am 30. April 2010 ruft der Deutsche Kinderschutzbund zum siebten Mal bundesweit den „Tag der gewaltfreien Erziehung“ aus. „Leider ist die Auffassung, dass ein Klaps noch keinem geschadet hat, bei Erwachsenen nach wie vor weit verbreitet. Diese Erfahrung machen wir erschreckenderweise immer wieder“, sagte Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes. Doch Gewalt gegen Kinder fängt nicht erst bei einer Tracht Prügel an, sondern hat viele Gesichter – auch beschimpfen, ignorieren, anschreien oder „ein Klaps“ gehören dazu.

Die meisten Eltern schlagen und bestrafen ihre Kinder jedoch nicht aus Überzeugung. Oft führen Situationen der Überforderung und des Alleingelassen-Seins bei Eltern zu Gewalt, obwohl sie diese eigentlich ablehnen. Denn für über 90 % der Eltern ist eine gewaltfreie Erziehung das Ideal. Aber nur ein Drittel erzieht tatsächlich ohne körperliche Strafen. Etwa 60 % verwenden nach eigenen Aussagen häufig „leichte“ körperliche Strafen. 13,8 % der Eltern in Deutschland erziehen leider noch immer gewaltbelastet. Dazu zählt beispielsweise das Schlagen mit einem Gegenstand oder eine „Tracht Prügel“.*

Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund einen umfassenden Perspektivwechsel in der gesamten Gesellschaft, um Kinder wirksam vor physischer und psychischer Gewalt zu schützen. „Kinder müssen als Subjekte ernst genommen und mit Respekt behandelt werden“, so Sabine Walther. „Daher raten wir Eltern dringend, sich in schwierigen Situationen Hilfe zu holen, damit aus alltäglichen Problemen keine ernsthaften Konflikte werden“.

In Deutschland wurde 2000 mit dem Gesetz zur Ächtung der Gewalt der § 1631 Abs. 2 wie folgt geändert: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“

* „Auswirkungen eines gesetzlichen Verbots von Gewalt in der Erziehung im europäischen Vergleich“ nach obenvon Prof. Dr. Kai Bussmann


 

Pressemitteilung vom 12. März 2010

Berliner Kinderschutzbund: Aufnahme von Kinderrechten
in die Landesverfassung ist richtiger Schritt

Der Berliner Kinderschutzbund begrüßt die Verankerung der Kinderrechte in der Landesverfassung von Berlin. „Wie freuen uns, dass die Kinderrechte endlich in die Berliner Verfassung aufgenommen werden. Damit verändert sich die Situation von Kindern zwar nicht von jetzt auf gleich. Aber zukünftig müssen die Interessen der Kinder quer durch alle Ressorts berücksichtigt werden - vom Städtebau bis hin zur besseren Förderung der Kinder in Kitas und Schulen“, sagte Ulrike Leyh, erste Vorsitzende des Berliner Kinderschutzbundes.

„Als Kinderschutzbund hätten wir uns jedoch gewünscht, dass das Berliner Abgeordnetenhaus auch das Recht auf Bildung, die altersgemäße Beteiligung sowie die Vorrangstellung des Kindeswohls mit in die Berliner Verfassung aufgenommen hätte. Aber dennoch ist der Antrag ein Schritt in die richtige Richtung“, so Ulrike Leyh weiter.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte der Berliner Kinderschutzbund eine Umfrage zum Thema „Kinderrechte“ durchgeführt. Teilgenommen hatten 246 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Dabei kam heraus, dass knapp 30% der befragten Mädchen und über 20 % der Jungen nicht wussten, dass die Kinderrechte für alle Kinder gelten. Fast 30% der befragten Kinder waren überzeugt, dass ihre Eltern sie schlagen dürfen.

„Wir hoffen nun, dass sich die Bundesregierung ein Beispiel am Land Berlin nimmt und die Kinderrechte endlich auch im Grundgesetz ihren Platz bekommen“, sagte Ulrike Leyh abschließend.

Am 20. November 1989 verabschiedete die UN-Generalversammlung das Übereinkommen über die Rechte des Kindes. Deutschland unterzeichnete das Papier 1992 unter Vorbehalt. Seitdem kämpft der Deutsche Kinderschutzbund für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz sowie in die entsprechenden Landesverfassungen.


 

Pressemitteilung vom 17. November 2009

Umfrage vom Berliner Kinderschutzbund:
Jedes dritte Kind glaubt, Eltern dürfen ihre Kinder schlagen

Anlässlich des 20. Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 20.11.2009 hat der Berliner Kinderschutzbund eine Umfrage zum Thema „Kinderrechte“ durchgeführt. Teilgenommen haben 246 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. „Die Ergebnisse der Umfrage sind erschreckend“, sagte Sabine Walther,

Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes.

  • Fast 30% der befragten Kinder sind überzeugt, dass ihre Eltern sie schlagen dürfen.
  • Knapp 30% der befragten Mädchen und über 20 % der Jungen wissen nicht, dass die Kinderrechte für alle Kinder gelten.
  • 25 % der Kinder glauben, dass sie ihre Meinung gegenüber Erwachsenen nicht sagen dürfen.
  • 18% der Jungen sowie 14 % der Mädchen wissen nicht, dass sie ein Recht haben, zu spielen.

„20 Jahre nach der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention und 17 Jahre nach ihrem Inkrafttreten in Deutschland ist das ein Armutszeugnis. Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz sowie in die Berliner Landesverfassung“, kommentiert Sabine Walther das Umfrageergebnis.

Am 20. November 1989 verabschiedete die UN-Generalversammlung das Übereinkommen über die Rechte des Kindes. Deutschland unterzeichnete das Papier 1992 unter Vorbehalt. Seitdem kämpft der Deutsche Kinderschutzbund für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. Festgeschrieben werden soll dort:

  1. Der Vorrang des Kindeswohls bei allen Kinder betreffenden Entscheidungen;
  2. das Recht des Kindes auf Anerkennung als eigenständige Persönlichkeit;
  3. das Recht des Kindes auf Entwicklung und Entfaltung;
  4. das Recht des Kindes auf Schutz, Förderung und einen angemessenen Lebensstandard;
  5. das Recht des Kindes auf Beteiligung, insbesondere die Berücksichtigung seiner Meinung entsprechend Alter und Reifegrad;
  6. nach obendie Verpflichtung des Staates,für kindgerechte Lebensbedingungen Sorge zu tragen.

 

Pressemitteilung vom 23. September 2009

Berliner Kinderschutzbund schlägt Alarm:
Zehn misshandelte und vernachlässigte Kinder in nur fünf Wochen

Angesichts der massiven Fälle von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung warnt der Berliner Kinderschutzbund vor weiteren finanziellen Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe. „Bereits jetzt laufen Jugendämter sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen hart am Limit. Weitere Kürzungen vertragen die Bezirke nicht und die hilfebedürftigen Familien und ihre Kinder schon gar nicht“, sagte Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes. Sie verwies darauf, dass es sich bei den zehn Kindern „nur“ um die polizeibekannten Fälle von vernachlässigten und misshandelten Kindern handele. „Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Viele Kinder müssen Unglaubliches ertragen, ohne dass etwas nach außen dringt und sie sich bei jemandem Hilfe holen können.“

„Daher dürfen wir es uns nicht erlauben, weiterhin bei den Schwächsten den Rotstift anzusetzen und ihnen damit ihre Zukunft zu nehmen, geschweige denn ihr Leben zu gefährden“, so Sabine Walther. „Statt weiter zu kürzen, brauchen wir dringend eine effektive Prävention, das heißt Kinderschutz und Hilfe für Eltern von Anfang an.“

In den vergangenen fünf Wochen waren laut Meldungen der Polizei zehn Fälle von Kindesvernachlässigung und Misshandlung bekannt geworden.


 

Pressemitteilung vom 30. Juni 2009

Berliner Kinderschutzbund warnt vor Gefahr bei offenen Fenstern

Angesichts steigender Temperaturen warnt der Berliner Kinderschutzbund davor, Kinder unbeaufsichtigt in Räumen mit geöffneten Fenstern spielen zu lassen. „Schon ganz kleine Kinder kommen auf die unglaublichsten Ideen, wenn es darum geht, aus dem Fenster oder über die Balkonbrüstung zu schauen“, sagte Alex Jakob, Pressesprecherin des Berliner Kinderschutzbundes.

„Daher raten wir, Kinder niemals alleine in einem Zimmer zu lassen, in dem das Fenster oder die Balkontür offen ist. Selbst dann nicht, wenn man nur mal schnell durchlüften möchte.“ Am sichersten ist es, Fenster und Türen mit abschließbaren Griffen zu versehen.

In den vergangenen Wochen waren zwei Mädchen im Altern von sechs und neun Jahren aus dem Fenster gestürzt und hatten sich dabei lebensgefährlich verletzt. Ende Mai war ein Zweijähriger beim Sturz von einem Balkon gestorben. Er war erst auf ein Schaukelpferd und dann über die Brüstung nach obengeklettert.


 

Pressemitteilung vom 25. Mai 2009

Berliner Kinderschutzbund: „Kinder auf die Straße!“

Am 28. Mai 2009 ist Weltspieltag. Aus diesem Anlass fordert der Berliner Kinderschutzbund das Recht für Kinder auf ‚Spielen im öffentlichen Raum’.

„Es sollte wieder ganz selbstverständlich werden, dass Kinder auf Gehwegen und in Spielstraßen kicken, Roller fahren, Verstecken oder Fangen spielen“, sagte Alex Jakob, Pressesprecherin des Berliner Kinderschutzbundes. „Das ‚Spielen im öffentlichen Raum’ ist heute kaum noch möglich. Erst in der vergangenen Woche erreichte uns der Hilferuf eines Schülerladens aus Tempelhof-Schöneberg. Anwohner hatten sich beschwert, weil Kinder den Bürgersteig mit Kreide bemalt hatten und mit Kettcars auf dem Bürgersteig unterwegs waren“, so Alex Jakob weiter.

Leider sei dies kein Einzelfall. Immer wieder fühlten sich Erwachsene durch Kinder gestört und erwirkten die Schließung von Sportplätzen oder Kindereinrichtungen. Erst im vergangenen Jahr musste eine Kita in Friedenau schließen. Ein Nachbar hatte sich über den „Lärm der Kinder“ beschwert und erfolgreich geklagt.

Aber auch Stadtkinder haben das Recht, außerhalb ihrer vier Wände und jenseits von überfüllten Spielplätzen Spaß zu haben. Abschließend sagte die Sprecherin des Berliner Kinderschutzbundes: „Leider ist Berlin - was das angeht - von einer kinderfreundlichen Stadt noch Lichtjahre entfernt.“

Pressemitteilung vom 20. Januar 2009 Kinderbonus zu Kinderknete – Kinderschutzbund schnürt Konjunkturpaket zugunsten armer Kinder

Der Berliner Kinderschutzbund bittet wohlhabende Eltern, mit ihren 100 Euro Kinderbonus aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung armen Kindern zu helfen. Als erste Unterstützerin der Aktion hat die bekannte Moderatorin und Mutter von drei Kindern, Tita von Hardenberg, dem Kinderschutzbund 300 Euro gespendet.

„Da musste ich nicht lange nachdenken. Ich finde es eine tolle Idee, geschenktes Geld gleich weiter zu verschenken, an jemanden, der es nachhaltiger anlegen kann. Jeder, der die hundert Euro nicht dringend braucht, kann so ganz unkompliziert etwas für arme Kinder tun. Daher fände ich es toll, wenn möglichst viele Menschen bei der Aktion mitmachen!", sagte Tita von Hardenberg.

Der Berliner Kinderschutzbund begrüßt grundsätzlich die Einmalzahlung von 100,- Euro für jedes Kind. Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes: „Das ist einmalig eine schöne Sache. Aber von dem Geld kann eine Familie nicht in den Urlaub fahren und auch ein regelmäßiger Musik- oder Schwimmunterricht ist mit 100 Euro nicht drin. Und genau für solche Projekte bitten wir Menschen um Unterstützung, die auf den Kinderbonus nicht angewiesen sind.“

Der Berliner Kinderschutzbund betreut in seinen unterschiedlichen Einrichtungen bis zu 400 Kinder täglich. Die Kinder sind im Alter von einem bis 17 Jahre und kommen fast ausschließlich aus armen Familien.

Der Berliner Kinderschutzbund und „seine“ Kinder freuen sich über alle, die diese Aktion unterstützen!

Kinderbonus zu Kinderknete SEB Bank Kontonummer 1953 BLZ 250 101 11


 

Pressemitteilung vom 15. Januar 2009

Pubertät – ja bitte! Berliner Kinderschutzbund hilft Eltern mit pubertierenden Kindern

Ab dem 10. Februar 2009 bietet der Berliner Kinderschutzbund wieder einen „Starke Eltern - Starke Kinder®“- Kurs für Eltern mit pubertierenden Kindern an.

„Die Nachfrage nach dem ersten Kurs mit dem Schwerpunkt ‚Pubertät’ war riesig. Das hat uns darin bestärkt, dass es bei Eltern mit pubertierenden Kindern einen großen Bedarf an Unterstützung gibt, aber bislang kaum entsprechende Angebote“, sagte die Leiterin und Koordinatorin der Elternkurse vom Berliner Kinderschutzbund, Katrin Hentze.

In diesem eigens entwickelten „Starke Eltern - Starke Kinder®“- Kurs geht es vor allem um die Konflikte, Sorgen, Nöte und Ängste aber auch um die Chancen und Möglichkeiten für Eltern und Kinder während der Pubertät.

Die „Starke Eltern - Starke Kinder®“- Kurse finden bundesweit statt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Ziel der Kurse ist es, schwierige Situationen im tagtäglichen Miteinander zu erkennen und zu entschärfen, damit aus harmlosen Streitereien keine ernsthaften Konflikte werden. Die Elternkurse des Deutschen Kinderschutzbundes sollen helfen, den Familienalltag wieder entspannt und familienfreundlich zu machen. Der „Starke Eltern - Starke Kinder®“ Kurs – Schwerpunkt Pubertät beginnt am 10. Februar 2009.

Interessierte können sich über den Deutschen KinderschutzbundLandesverband Berlin e.V.
nach obenunter folgender Telefonnummer anmelden: 030 – 45 80 29 31.


 

Pressemitteilung vom 16. September 2008

Arm, krank und dumm. Welche Perspektiven haben Kinder in Berlin?

Am 20. September ist Weltkindertag. In diesem Zusammenhang warnt der Berliner Kinderschutzbund erneut vor der steigenden Kinderarmut und ihren Folgen. Im vergangenen Jahr lebte bereits jedes dritte Berliner Kind unterhalb der Armutsgrenze - Tendenz steigend.

Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes, erklärt dazu: "Arm aufzuwachsen heißt nicht, dass Kinder auf irgendwelche Markenspielzeuge verzichten müssen. Arme Kinder sind öfter krank als andere, haben weniger Chancen in der Schule und sind meist sozial ausgegrenzt. Sie haben kaum eine Möglichkeit, aus der Spirale der Armut herauszukommen. So werden aus den Kindern der Arbeitslosen von heute, die Arbeitslosen von morgen."

Dies gelte auch und vor allem für Kinder mit Migrationshintergrund. Schon heute ist jeder 3. Zuwanderer ohne Job. 46 Prozent der erwerbstätigen Berliner Migranten haben keinen Schulabschluss. Sabine Walther weiter: "Berlin kann es sich nicht leisten, Jahrgang für Jahrgang Kinder ohne Schulabschluss ins Leben zu entlassen. Wenn wir so weitermachen, wird bald die Hälfte der Heranwachsenden in der Hauptstadt arm und ungebildet sein." Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund:

  • Kostenfreier Besuch von Krippe, Kita und Schule für alle Kinder
  • Lernmittelfreiheit für alle Kinder
  • Wiedereinführung der Einmalhilfen
  • Kostenfreies Essen in Krippe, Kita und Schule für Kinder aus armen und einkommensschwachen Familien
  • Besondere Berücksichtigung der Erfordernisse für Kinder mit Migrationshintergrund
  • Sensibilisierung und Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte für das Entstehen von Armut und ihren Folgeproblemen (z.B. Fortbildung zum Thema „Armutskompetenz“)
  • Besonders qualitativ hochwertige Ausstattung von Krippen, Kitas und Schulen in Problemkiezen
  • Ausbau von Kitas zu Eltern-Kind-Zentren

 

Pressemitteilung vom 13. Februar 2008

Berliner Kinderschutzbund: Kinder brauchen mehr als Bratwurst mit Sauerkraut

Der Berliner Kinderschutzbund kritisiert die Äußerungen des Berliner Finanzsenators, Thilo Sarrazin, als menschenunwürdig und kinderfeindlich. „Das Leben von armen Familien kann nicht nur davon bestimmt werden, centweise Speisepläne aufzustellen und Billig-Discounter nach Angeboten abzuklappern“, sagte Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes.

„Auch Kinder aus armen Familien müssen eine Chance bekommen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, gesund aufzuwachsen und einen anständigen Schulabschluss zu machen. Dazu gehört mehr als ein Teller mit Bratwurst und Sauerkraut“, betonte Sabine Walther weiter. Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund, dass gerade der Hartz IV-Satz für Kinder endlich dem realen Bedarf der Kleinsten und Heranwachsenden angepasst wird.

Der Berliner Kinderschutzbund warnt seit Jahren vor der steigenden Kinderarmut in der Hauptstadt.Bereits im vergangenen Jahr lebte jedes dritte Kind in der Hauptstadt unterhalb der nach obenArmutsgrenze.


 

Pressemitteilung vom 19. November 2007

Berliner Kinderschutzbund für Kita-Gutscheine als Geburtstagsgeschenk

Der Berliner Kinderschutzbund unterstützt den Vorstoß von Bündnis 90/Die Grünen, allen Kindern zum dritten Geburtstag einen Kita-Gutschein zu schenken. Damit würden endlich die bürokratischen Hürden fallen, an denen die Eltern oft scheitern, betonte Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes. Vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Familien und Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund hätten so endlich die Chance, an den Bildungsangeboten der Kitas teilzuhaben.

Seit Jahren fordert der Berliner Kinderschutzbund die unbürokratische Bereitstellung von Kitaplätzen. „Wir erleben tagtäglich, dass völlig überforderte Eltern zu uns kommen und uns um Hilfe bitten. Die meisten wissen nicht, wie sie die Formulare ausfüllen sollen und behalten ihre Kinder dann lieber gleich ganz zu Hause. Wenn wir nicht endlich anfangen, schon bei den Jüngsten umzudenken, wird bald die Hälfte der Heranwachsenden in der Hauptstadt arm und ungebildet sein.“

Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Kinderarmut begrüßt der Berliner Kinderschutzbund die Initiative von Bündnis 90/Die Grünen. Diese hatten vorgeschlagen, allen Kindern zu ihrem dritten Geburtstag einen Kita-Gutschein für einen Teilzeitplatz als "Bildungszeit" zuzuschicken - ohne Antrag und ohne Bedarfsprüfung. Dazu werden die Berliner Grünen zur Plenarsitzung am 22. November einen Antrag zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KitaFög) einbringen.


 

Pressemitteilung vom 09. Oktober 2007

Pubertät nein danke? Berliner Kinderschutzbund hilft Eltern mit pubertierenden Kindern

Ab sofort bietet der Berliner Kinderschutzbund seine bewährten Kurse „Starke Eltern - Starke Kinder®“ auch für Eltern mit pubertierenden Kindern an.

„Wir haben gemerkt, dass Eltern mit Kindern in der Pubertät andere Fragen beschäftigen, als Eltern mit kleinen Kindern“, sagte die Leiterin der Elternkurse vom Berliner Kinderschutzbund, Katrin Hentze.

In dem neu entwickelten „Starke Eltern - Starke Kinder®“ Kurs geht es vor allem um die Konflikte, Sorgen, Nöte und Ängste aber auch um die Chancen und Möglichkeiten während der Pubertät.

Die „Starke Eltern - Starke Kinder®“ Kurse finden bundesweit statt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Ziel der Kurse ist es, schwierige Situationen im tagtäglichen Miteinander zu erkennen und zu entschärfen, damit aus harmlosen Streitereien keine ernsthaften Konflikte werden. Die Elternkurse des Deutschen Kinderschutzbundes sollen helfen, den Familienalltag wieder entspannt und familienfreundlich zu machen. Der erste „Starke Eltern - Starke Kinder®“ Kurs – Schwerpunkt Pubertät in Berlin beginnt am 29. Oktober 2007. nach oben

Ansprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030 – 45 80 29 31 oder 030 – 437 228 07


Pressemitteilung vom 22. August 2007

Berliner Kinderschutzbund: Kinderarmut ist kein Sommerlochthema

Seit Jahren warnt der Berliner Kinderschutzbund vor steigender Kinderarmut in der Hauptstadt. Bereits im vergangenen Jahr lebte jedes dritte Kind in der Hauptstadt unterhalb der Armutsgrenze. „Das ist kein Thema, um damit das Sommerloch zu füllen“, betont Sabine Walther, die Geschäftführerin des Berliner Kinderschutzbundes.

„Es kann nicht angehen, dass eine Suppenküche nach der anderen öffnet. Es muss endlich nachhaltig umgesteuert werden. Auch Kinder aus armen Familien müssen eine Chance bekommen, gesund aufzuwachsen und einen anständigen Schulabschluss zu machen.“

Eine Stadt wie Berlin könne es sich nicht leisten, Jahrgang für Jahrgang Kinder ohne Schulabschluss ins Leben zu entlassen. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird bald die Hälfte der Heranwachsenden in der Hauptstadt arm und ungebildet sein.“ Denn arm aufzuwachsen bedeutet nicht nur, dass Kinder auf ihr Lieblingsspielzeug verzichten müssen. Arme Kinder sind öfter krank, haben weniger Chancen auf Bildung und sind zumeist sozial ausgegrenzt. Sie lernen von Kindesbeinen an, sich durch Almosen in ihrer Situation einzurichten. So haben sie kaum eine Möglichkeit aus der Spirale der Armut herauszukommen.

Ansprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030- 45 80 29 31 oder mobil 0179 – 509 66 53


 

Pressemitteilung vom 07. Juni 2007

Berliner Kinderschutzbund begrüßt aktuelle Stunde zum Kinderschutz

„Es wird allerhöchste Zeit, dass der Berliner Senat sich für die armen und vernachlässigten Kinder in der Stadt stark macht“, so Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes. Es reiche nicht, ein „Netzwerk Kinderschutz“ zu beschließen. Die gemeldeten Fälle von Kindesvernachlässigung werden nicht weniger, sondern eher mehr. (Tagtäglich werden zahlreiche Fälle von Kindesvernachlässigung gemeldet.) Allein im Jugendamt Lichtenberg sind es zwei bis drei Fälle täglich. Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund, zum einen, die geplanten Kürzungen der Hilfen zur Erziehung zurückzunehmen. Zum anderen sei es wichtig, Familien möglichst frühzeitig in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen.

Darüber hinaus begrüßt der Berliner Kinderschutzbund den Vorschlag, Kinderrechte in die Verfassung von Berlin aufzunehmen. „Damit würde eine alte Forderung des Kinderschutzbundes umgesetzt und die Kinder hätten endlich einen Rechtsanspruch darauf, dass politisch Verantwortliche und Behörden ihre Interessen ernsthaft berücksichtigen“, sagte Sabine Walther weiter.

Berlin ist nach wie vor die Stadt mit den meisten armen Kindern. In der Hauptstadt lebt jedes dritte Kind unterhalb der Armutsgrenze. Darüber hinaus führt Berlin auch die traurige Statistik von vernachlässigten und misshandelten Kindern an.nach oben

Ansprechpartnerin: Alex Jakob Tel.: 030- 437 228 07 oder mobil 0179-509 66 53


 

Pressemitteilung vom 24. April 2007

Berliner Kinderschutzbund bedankt sich bei radioeins (rbb)

Im Rahmen der ARD-Themenwoche „Kinder sind Zukunft“ hat der Radiosender „nur für Erwachsene“ des Rundfunk Berlin Brandenburg einen Benefiz-Abend zugunsten des Berliner Kinderschutzbundes veranstaltet. Am 19. April zeigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von radioeins im ausverkauften Maxim-Gorki-Theater mit viel Spaß und Engagement, dass sie weit mehr können als „Radiomachen“.

Am Ende des unterhaltsamen Abends nahm die ARD-Moderatorin und Botschafterin des Berliner Kinderschutzbundes, Tita von Hardenberg, einen Scheck in Höhe von 8.140 Euro entgegen. Das Geld kommt den bedürftigen Kindern zugute, die der Berliner Kinderschutzbund mit seinen Projekten unterstützt. Näheres zu den Projekten des Berliner Kinderschutzbundes finden Sie unter www.kinderschutzbund-berlin.de.

Die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes, Sabine Walther, dankt dem Rundfunk Berlin Brandenburg und insbesondere dem Team von radioeins ganz herzlich für die Unterstützung bei der Arbeit mit armen und vernachlässigten Kindern.

Ansprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030 – 437 228 07


 

Pressemitteilung vom 12. April 2007

Die Veranstalter der „Schönen Party“ engagieren sich für arme Kinder

Am kommenden Samstag feiert die „Schöne Party“ ihr siebenjähriges Bestehen – mit großer Torte, prominenten Gratulanten und jeder Menge guter Musik. Los geht es um 21 Uhr in der Kalkscheune, Johannisstraße 2 in Berlin-Mitte.

Und weil es nicht nur schön ist, Geschenke zu bekommen, sondern auch Geschenke zu verteilen, geht ein Teil der Einnahmen an den Berliner Kinderschutzbund. Das Geld kommt den bedürftigen Kindern zugute, die der Berliner Kinderschutzbund mit seinen Projekten unterstützt. Näheres zu den Projekten des Berliner Kinderschutzbundes finden Sie unter www.kinderschutzbund-berlin.de.

Die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes, Sabine Walther, dankt den Veranstaltern ganz herzlich für die Unterstützung bei der Arbeit mit armen und vernachlässigten Kindern und wünscht den Veranstaltern der „Schönen Party“ auch für die kommenden sieben Jahre alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

nach obenAnsprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030 – 437 228 07
Deutscher Kinderschutzbund LV Berlin e.V. Malplaquetstr. 38, 13347 Berlin


 

Pressemitteilung vom 27. März 2007

Prominente Botschafterin für den Berliner Kinderschutzbund

Die erfolgreiche Moderatorin und Produzentin des ARD-Magazins „polylux“, Tita von Hardenberg, wird erste Botschafterin des Berliner Kinderschutzbundes. Die bekannte Journalistin und Mutter von zwei Kindern wird sich zukünftig gemeinsam mit dem Kinderschutzbund für arme und vernachlässigte Kinder in der Hauptstadt engagieren.

Zu ihren Beweggründen, sich aktiv für den Kinderschutz einzusetzen, sagt Tita von Hardenberg: „Wir dürfen es nicht länger hinnehmen, dass Berlin die traurige Statistik von vernachlässigten und misshandelten Kindern anführt. Und wir alle müssen endlich etwas dagegen tun, dass in unserer Stadt jedes dritte Kind unterhalb der Armutsgrenze lebt.“

Die Vorsitzende des Berliner Kinderschutzbundes, Ulrike Leyh, freut sich über so viel Engagement. „In Zeiten, in denen immer mehr Familien mit immer weniger Geld, Ansprache, Zuwendung und Geborgenheit klarkommen müssen, brauchen wir dringend prominente Fürsprecher für unsere Arbeit. Denn es ist für uns sehr wichtig, auch dann präsent zu sein, wenn die Medien nicht voller Schreckensmeldungen sind.“

Der Berliner Kinderschutzbund arbeitet seit über 50 Jahren für Kinder und mit Kindern. Schwerpunkte sind Prävention von Gewalt gegen Kinder, Krisenintervention, Familienkonflikte und Kinderarmut.

Ansprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030 – 437 228 07 mobil: 0179 – 509 66 53


 

Pressemitteilung vom 10. Januar 2007

Berliner Kinderschutzbund: Schutz von Kindern in Berlin gefährdet!

Nach dem neuesten Fall von Kindesvernachlässigung bezweifelt der Berliner Kinderschutzbund, dass der Kinderschutz in Berlin noch flächendeckend gewährleistet ist. Am Montagabend hatte die Polizei sechs Kinder aus einer völlig verdreckten Wohnung in Berlin-Marzahn geholt.

Die Aussagen der Jugendstadträtin Manuela Schmidt (PDS) lassen viele Fragen aufkommen, so die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes, Sabine Walther. Laut Angaben der Stadträtin gab es keine Anhaltspunkte für eine weitere Betreuung der Familie. Bei einer allein erziehenden Mutter mit fünf minderjährigen Kindern ist es jedoch üblich, sich bei einem oder mehreren Folgeterminen vom Wohlergehen der Familie zu überzeugen. „Hier stellt sich einmal mehr die Frage, ob das zuständige Jugendamt überlastet war oder die Situation falsch eingeschätzt hat“, sagte Sabine Walther weiter.

Der Berliner Kinderschutzbund betrachtet mit wachsender Besorgnis die zunehmenden Fälle von Kindesmisshandlung und –vernachlässigung. Es gebe mehr und mehr Familien, die nicht in der Lage seien, sich adäquat um ihre Kinder zu kümmern. Diese Familien bräuchten dringend die größtmögliche Unterstützung. Daher fordert der Kinderschutzbund, das Hilfesystem für Kinder und ihre Familien auch und besonders im Bereich der frühen Kindheit deutlich auszubauen.

nach obenAnsprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030- 45 80 29 31
oder mobil 0179 – 509 66 53


 

Pressemitteilung vom 05. Dezember 2006

Vorlesen macht stark und schlau! Kinderschutzbund sucht Lesepaten

War das früher schön: Eingekuschelt auf dem Sofa mit Papa, Mama, Oma oder Opa, das Lieblingsstofftier auf dem Schoß, ein paar Kekse in Reichweite und dann stundenlang tollen Geschichten und aufregenden Abenteuern aus dicken Büchern lauschen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Doch viele Kinder haben zu Hause niemanden, der die Möglichkeit oder die Zeit für eine Vorlesestunde hat.

Daher sucht der Berliner Kinderschutzbund ab sofort Lesepaten für ein Vorleseprojekt in einer Grundschule im „Soldiner Kiez“ (Wedding).

Denn Vorlesen bedeutet mehr als bloßer Zuhörspaß: Die Kinder werden in ihrer Phantasie beflügelt und erleben die Geschichten mit eigenen Bildern im Kopf. Sie erfahren dabei Zuwendung und Aufmerksamkeit durch einen Erwachsenen. Und wenn dann gemeinsam über die vorgelesene Geschichte gesprochen wird, können Kinder eigene Erfahrungen (mit-)teilen und Neues dazulernen.

Das sind nur einige Gesichtspunkte, wie Bildungs- und Entwicklungsprozesse bei Kindern durch Vorlesen gefördert werden. Für Erwachsene kann das regelmäßige Vorlesen etwas genauso Schönes und Zufriedenstellendes sein. Eine Aufgabe, bei der sie sich gebraucht fühlen und etwas Sinnvolles tun.

Wenn Sie Lesepate werden möchten, sollten Sie sich einmal in der Woche am Vormittag Zeit nehmen können und dies über einen längeren Zeitraum. Die Lesepaten werden natürlich entsprechend auf ihre Aufgabe vorbereitet und finden in der Schule vor Ort genügend „Lesematerial“. Das Projekt startet im Januar. Interessenten können sich ab sofort beim Berliner Kinderschutzbund melden.

Ansprechpartnerin: Gertrud Möller-Frommann Tel.: 030- 45 80 29 31


 

Pressemitteilung vom 16. November 2006

Mitarbeiter von NIKETOWN Berlin engagieren sich für den Kinderschutzbund

Am 19. November stellen rund 12 Mitarbeiterin-nen und Mitarbeiter von NIKETOWN Berlin dem Berliner Kinderschutzbund ihre Arbeitskraft zur Verfügung. Am so genannten „Day Of Caring“ werden sie einen ganzen Tag lang in zwei Einrichtungen des Kinderschutz-bundes hämmern, sägen, streichen, schrauben und reparieren, was das Werkzeug hergibt. Und damit die Kinder und Jugendlichen sich nicht nur auf schöne, frisch renovierte Räume freuen können, gibt es auch noch Spiel, Sport und Spannung.

Aus diesem Anlass haben sich die NIKETOWN Mitarbeiter/innen ein ganz spezielles „Sport-Geschicklichkeits-Turnier“ für 6-bis 12-Jährige ausgedacht. Der Wettbewerb findet am selben Tag in der Weddinger Erika-Mann-Grundschule statt. Die Erika-Mann-Grundschule ist seit Jahren Kooperationspartner des Berliner Kinderschutzbundes.

Die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes, Sabine Walther, hat sich über das Angebot von NIKETOWN Berlin sehr gefreut. „In Zeiten knapper Kassen, wo auch bei sozialen Einrichtungen massiv gespart wird, ist es immer schön, wenn auch große Firmen ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen.“

Der „Day Of Caring“ ist Teil der Corporate Responsibility-Aktivitäten von NIKETOWN Berlin und wird nun seit 2002 zum vierten Mal durchgeführt. Corporate Responsibility liegt in der Verantwortung aller und jedes Einzelnen bei Nike. Sie ist Teil der Unternehmensphilosophie.

Ansprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030 – 45 80 29 31 oder 030 – 437 228 07
nach obenDeutscher Kinderschutzbund LV Berlin e.V., Malplaquetstr. 38, 13347 Berlin


 

Pressemitteilung vom 18. September 2006

Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung sammeln für arme Kinder in Berliner

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung haben sich spontan bereit erklärt, die Aktion des Berliner Kinderschutzbundes „Reiches Land - arme Kinder. Flagge zeigen gegen Kinderarmut“ zu unterstützen. Einen Tag lang werden sie im gesamten Unternehmen Geld für arme Kinder in Berlin sammeln. Der Vorstand der Berliner Stadtreinigung hat zugesagt, den gleichen Betrag noch einmal „drauf zu legen“.

Drei der BSR- Kollegen in Orange werden dann am Donnerstag, den 21. September 2006 gegen 13.15 Uhr gemeinsam mit Rico - der Titelfigur aus den Kinderbüchern "Zwei Feger im Dienst" - die Spende auf der Wiese im Spreebogenpark übergeben.

Mit der Aktion „Reiches Land – arme Kinder. Flagge zeigen gegen Kinderarmut“ will der Deutsche Kinderschutzbund am Weltkindertag bundesweit auf die untragbare Situation vieler Kinder in Deutschland aufmerksam machen.

Ansprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030 – 45 80 29 31
Deutscher Kinderschutzbund LV Berlin e.V., Malplaquetstr. 38, 13347 Berlin


 

Pressemitteilung vom 15. September 2006

Autogrammstunde neben dem Bundeskanzleramt

Am 21. September zeigen Prominente auf der Wiese neben dem Bundeskanzleramt „Flagge gegen Kinderarmut“ und signieren Fähnchen des Berliner Kinderschutzbundes. Mit dabei ist der ehemalige Hertha BSC-Torschützenkönig, Michael Preetz, das Schauspieler-Trio Jochen Busse, Hans-Jürgen Schatz und Manon Straché sowie Dagmar Reim, die Intendantin des Rundfunk Berlin Brandenburg.

Der Berliner Kinderschutzbund tauscht dann die signierten Fähnchen vor Ort gegen eine Spende. Natürlich sind alle Berlinerinnen und Berliner herzlich eingeladen, sich persönlich ein Fähnchen mit Autogramm abzuholen. Alle Spenden kommen den bedürftigen Kindern zugute, die der Berliner Kinderschutzbund mit seinen Projekten unterstützt! Wer nicht persönlich vorbeikommen kann, hat selbstverständlich die Möglichkeit, unsere Aktion trotzdem mit einer Spende zu unterstützen.

Mit der Aktion „Reiches Land – arme Kinder. Flagge zeigen gegen Kinderarmut“ will der Deutsche Kinderschutzbund am Weltkindertag bundesweit auf die untragbare Situation vieler Kinder in Deutschland aufmerksam machen.

Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunk Berlin Brandenburg
signiert am 21.09.2006 von 10.30 bis 11.30 Uhr

Michael Preetz, Hertha BSC
signiert am 21.09.2006 von 14.30 bis 15.30 Uhr

Jochen Busse, Schauspieler und Kabarettist
Manon Straché, Schauspielerin
Hans-Jürgen Schatz, Schauspieler
signieren alle drei am 21.09.2006 von 16 bis 17 Uhr

nach obenAnsprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030 – 45 80 29 31
Deutscher Kinderschutzbund LV Berlin e.V., Malplaquetstr. 38, 13347 Berlin


 

Pressemitteilung vom 13. September 2006

Nach der Berlin-Wahl: Heidi Knaake-Werner (PDS) übernimmt neue Aufgabe

Die Berliner Senatorin, Heidi-Knaake Werner (PDS), tritt an, um gemeinsam mit dem Berlin Kinderschutzbund ein deutliches Zeichen gegen Kinderarmut zu setzten. Denn allein in Berlin leben 200.000 Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Um diese Zahlen fassbarer zu machen, werden die beiden Senatorinnen am Weltkindertag – dem 20. September 2006 – helfen, symbolisch für jedes arme Kind in Berlin ein Kinderschutzbund-Fähnchen zu stecken. Der Berliner Kinderschutzbund hatte vergangene Woche den gesamten Senat von Berlin eingeladen, an der Aktion teilzunehmen.

Heidi Knaake-Werner steckt am 20.09.2006 von 12 bis 13 Uhr

Der Ort : Die große Wiese im Spreebogenpark, neben dem Bundeskanzleramt

Am 21. September sind dann die Berlinerinnen und Berliner gefragt. Vor Ort tauschen wir Fähnchen gegen Spenden. Mit jedem gespendeten Euro verschwindet ein Fähnchen. Unser Ziel: Am Ende des Tages soll kein Fähnchen mehr auf der Wiese stehen. Alle Spenden kommen den bedürftigen Kindern zugute, die der Berliner Kinderschutzbund mit seinen Projekten unterstützt! Wer nicht persönlich vorbeikommen kann, hat selbstverständlich die Möglichkeit, unsere Aktion trotzdem mit einer Spende zu unterstützen.

Mit der Aktion „Reiches Land – arme Kinder. Flagge zeigen gegen Kinderarmut“ will der Deutsche Kinderschutzbund am Weltkindertag bundesweit auf die untragbare Situation vieler Kinder in Deutschland aufmerksam machen.

Ansprechpartnerin: Alex Jakob, Pressereferentin Tel.: 030 – 45 80 29 31
Deutscher Kinderschutzbund LV Berlin e.V., Malplaquetstr. 38, 13347 Berlin


 

Pressemitteilung vom 12. September 2006

Alhambra Kino engagiert sich für Kinder im Berliner Wedding

Das Weddinger Kino Alhambra feierte am vergangenen Samstag ein großes Kinderfest. Anlass war der Filmstart des neuen Disney-Films „CARS“.

Den Reinerlös der Veranstaltung spendete das Alhambra Kino dem Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Berlin. Vor begeistertem Kinopublikum nahm die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes, Sabine Walther, einen Scheck in Höhe von 1.824 Euro entgegen. Das gespendete Geld kommt bedürftigen Kindern der „A 13“ zugute, die der Berliner Kinderschutzbund mit seinen Projekten fördert. „A 13“ steht für „Amsterdamer Straße 13“ - hier bietet der Berliner Kinderschutzbund Kindern und Jugendlichen aus dem Wedding die unterschiedlichsten Freizeit- und Bildungsangebote.

Veranstaltungen für Kinder haben im Alhambra Kino eine lange Tradition und finden mehrmals im Jahr statt. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit dem Berliner Kinderschutzbund plant die Theaterleitung des Alhambra Kinos weitere Benefizveranstaltungen zugunsten der Kinder im Bezirk Wedding. Der Berliner Kinderschutzbund sagt: „Vielen Dank!“ und freut sich über weitere Unterstützung.

nach obenAnsprechpartnerin: Sabine Walther, Geschäftfüherin Tel.: 030 – 45 80 29 31
Deutscher Kinderschutzbund LV Berlin e.V., Malplaquetstr. 38, 13347 Berlin


 

Pressemitteilung vom 01. August 2006

Trau – schau wem! Der Berliner Kinderschutzbund fordert: Lieber Hinsehen statt zusehen!

Anlässlich der erneuten Misshandlungen eines zweijährigen Jungen in Berlin fordert der Berliner Kinderschutzbund mehr Aufmerksamkeit von Eltern, Lehrern, Erziehern und dem sozialen Umfeld von Kindern.

Eltern sollten sich sehr genau überlegen, wem sie ihr Kind anvertrauen. Denn als Erziehungsberechtigte haben sie nicht nur das Recht zu wissen, wo sich ihre Schützlinge aufhalten – sie haben auch die Pflicht, für eine kindgerechte Aufsicht zu sorgen.

Besteht auch nur der leiseste Verdacht auf Kindesmisshandlung, sollten sie lieber einmal mehr ärztlichen Rat in Anspruch nehmen, als einmal zu wenig. Wer in seiner Nachbarschaft den ernsthaften Verdacht auf Kindesmisshandlung hat, der kann sich an den Berliner Kinderschutzbund wenden. Die Beratungsgespräche sind vertraulich, kostenlos und auf Wunsch anonym.

Grundsätzlich gilt: Je jünger die Kinder sind, desto empfindlicher und gefährdeter sind sie. Auch die kleinsten Verletzungen können zu lebenslangen Schädigungen führen.

Der Berliner Kinderschutzbund empfiehlt allen, die mit Kindern zu tun haben:

  • Reagieren Sie aufkommende Wut und Hilflosigkeit im Nachbarzimmer ab, statt es am Kind auszulassen.
  • Im Körperkontakt behutsam mit den eigenen Kräften sein. Die Kraft von Erwachsenen kann Kleinkinder „erdrücken“.
  • Wenn Sie tatsächlich die Kontrolle verloren haben sollten, suchen Sie unverzüglich einen Kinderarzt oder ein Krankenhaus auf!
  • Lassen Sie sich helfen, wenn Ihnen alles über den Kopf wächst. Hilfe zu suchen kennzeichnet Stärke und Verantwortung!

 

Pressemitteilung vom 13. Juli 2006

Was Hänschen nicht lernt - lernt Hassan bestimmt nicht mehr
Kostenlose Kitaplätze statt kostspieliger Deutschkurse

Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Berlin e.V. fordert die Teilnehmer des Integrationsgipfels im Kanzleramt auf, sich geschlossen für kostenlose Kitaplätze für ALLE Kinder auszusprechen. Denn erst das Miteinander von deutschen Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund fördert den Erwerb der deutschen Sprache. „Dabei ist es besonders wichtig, dass auch Kinder nichtdeutscher Herkunft, deren Eltern ohne Arbeit sind, einen Kita- oder Hortplatz bekommen. Und das nicht nur für vier Stunden am Tag“, sagt Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes.

Denn es bringe wenig, wenn die Kinder die restliche Zeit des Tages doch wieder die Muttersprache ihrer Eltern sprechen würden. Die im Vorfeld des Integrationsgipfels geforderten Deutschkurse in Kindergärten lehnt Sabine Walther aus dem gleichen Grund ab.

Kein Plan ohne Stellen.

Die Forderung der Integrationsbeauftragten, Maria Böhmer, zukünftig Kitaplätze in ganz Deutschland kostenlos anzubieten, unterstützt der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Berlin e.V. ausdrücklich.

„Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir hoffen sehr, dass es nicht nur bei der Forderung bleibt, sondern diese auch tatsächlich umgesetzt wird“, betont Sabine Walther. „Hierfür müssen natürlich die entsprechenden Mittel bereitgestellt und die benötigten Stellen geschaffen werden, sonst läuft der Integrationsplan ins Leere.“

nach oben