Unser Thema - Gewalt gegen Kinder
Gewalt gegen Kinder
Der Deutsche Kinderschutzbund sieht familiäre Gewalt nicht als isoliertes, individuelles Phänomen. Gewalt gegen Kinder ist immer im Zusammenhang von gesellschaftlichen, strukturellen, sozialen und persönlichen Bedingungen zu sehen.
Gewalthandlungen gegen Kinder entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wie z.B.
- gesellschaftliche Rahmenbedingungen
- familiäre Einflüsse
- persönliche Faktoren
- wirtschaftliche Situation
- sozialer Status
Diese unterschiedlichen Bereiche können dazu führen, dass Familien nur noch verzweifelt mit Gewalt reagieren. Andere Konfliktlösungen sind für Sie außerhalb jeder Vorstellung. Diese Familien brauchen Unterstützung. Darüber hinaus erhöhen generationsübergreifende Gewalt in Familien, Alkohol- und Drogenmissbrauch der Eltern und die Häufigkeit von Gewaltdelikten in der Gesellschaft die Gewaltgefahr für Kinder. Diese entscheidenden Faktoren machen deutlich, dass der Gewalt gegen Kinder auf unterschiedlichen Ebenen begegnet werden muss – individuell, gesellschaftlich, systemisch und präventiv.
Kinder und Jugendliche sind in ihrem Umfeld häufig mit den unterschiedlichsten Formen von Gewalt konfrontiert.
- 69% geben an, dass sie oft leichte Körperstrafen erleben.
- In 16% der Familien ist massivere Gewalt allgegenwärtig.
- 66% der Kinder und Jugendlichen wissen nicht, wer ihnen in dieser Situation Hilfe bieten kann und wie diese aussieht.
Dies zeigt uns deutlich, wie wichtig es ist, weiterhin Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildungen für Fachleute und Interessierte anzubieten, um der Sprachlosigkeit bei Gewalt gegen Kinder entgegen zu treten. Außerdem ist es erforderlich, Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern konkrete Angebote zur Verfügung zu stellen, um Krisensituationen gemeinsam lösen zu können.
Das ist das erklärte Ziel des Deutschen Kinderschutzbundes. Denn ALLE Kinder und Jugendlichen haben das Recht, gewaltfrei und sozial abgesichert aufzuwachsen.
